zuletzt aktualisiert am 02.09.2026
Du weißt, dass eine Panchakarma-Kur tief reinigt, kannst Dir aber nicht vorstellen, was an einem einzelnen Kurtag tatsächlich passiert? Hier bekommst Du den kompletten Ablauf im European Ayurveda Resort Sonnhof, von der Ankunft bis zur Abreise, Tag für Tag.
Das Wichtigste in Kürze: Panchakarma Kur im Sonnhof
- Eine Panchakarma-Kur im Sonnhof dauert zwischen 7 und 28 Nächten und gliedert sich in drei Phasen: Vorbereitung, Ausleitung und Aufbau.
- Tag 1 gehört der Diagnose. Anamnese, Puls-, Augen-, und Zungendiagnose sowie Deine Körperanalyse ergeben den Therapieplan für alle folgenden Tage.
- Ab Tag 2 folgen Therapien und Massagen. Der Reinigungstag Virechana liegt meist in der zweiten Wochenhälfte.
- Die Aufbauphase nach der Ausleitung ist fester Bestandteil der Kur und entscheidet mit darüber, wie lange die Wirkung anhält.
- Täglich stehen drei bis fünf Yoga- und Meditationseinheiten zur Wahl, dazu die ayurvedische Vollverpflegung mit Zutaten vom familieneigenen Lindhof.
- Kein Kurtag gleicht dem anderen. Der Plan wird laufend an Deine Reaktionen angepasst.
Mehr zum Thema lesen:
- Alle Kurvarianten, Leistungen und Preise findest Du auf der Seite Panchakarma Kur im Sonnhof. Hier findest Du die aktuelle Preisliste.
- Wie Du Dich ein bis zwei Wochen vorher einstimmst, steht in der Kurvorbereitung
- Was unser Ayurveda-Team an Deinem Puls abliest, erklärt die Pulsdiagnose
- Wirkung und Ablauf der wichtigsten Kurbehandlung zeigt der Beitrag zur Abhyanga Massage
- Was Deine Konstitution für die Kur bedeutet, liest Du unter Vata, Pitta, Kapha
- In sechs Fragen zur passenden Kur führt Dich der Kur-Finder
Wie läuft eine Panchakarma-Kur im Sonnhof ab?
Panchakarma bedeutet auf Sanskrit „fünf Handlungen“ und beschreibt ein medizinisch strukturiertes Reinigungsverfahren, das weit über eine Wellnessbehandlung hinausgeht. Im Sonnhof folgt jede Kur demselben dreiteiligen Aufbau, unabhängig davon, ob Du sieben oder 28 Nächte bleibst. Die Länge Deines Aufenthalts bestimmt, wie viel Zeit auf jede der drei Phasen entfällt.
| Phase | Was passiert | Typische Lage im Kurverlauf |
| Vorbereitung (Purvakarma) | Snehana (Ölung von innen mit Ghee und von außen durch Massagen), Wärmeanwendungen, leichte Schonkost. Ama, also Stoffwechselrückstände, wird aus dem Gewebe gelöst. | Tag 1 bis etwa Tag 4 |
| Ausleitung (Pradhanakarma) | Virechana, der Reinigungstag mit einem pflanzlichen Abführtrunk. Bei Bedarf ergänzt durch Nasya, eine Reinigung des Stirn-, Nebenhöhlen- und Kopfbereichs. | meist zweite Wochenhälfte |
| Aufbau (Paschatkarma) | Nährende Anwendungen, Kräuter, langsamer Kostaufbau. Gewebe und Immunsystem werden gestärkt. | letzte Kurtage und die Wochen zu Hause |
Ama ist der ayurvedische Begriff für unverdaute Rückstände, die sich im Gewebe ablagern und laut ayurvedischer Lehre am Anfang vieler Beschwerden stehen. Agni bezeichnet das Verdauungsfeuer, also die Fähigkeit Deines Körpers, Nahrung und Eindrücke zu verarbeiten. Beide Begriffe tauchen während Deiner Kur immer wieder in den Gesprächen mit dem Ayurveda-Team auf.
Tag 1: Ankunft, Anamnese und Pulsdiagnose
Der erste Tag ist ein Ankommenstag, grundsätzlich ohne Behandlung. Bei Wunsch kann aber eine Behandlung oder Konsultation einplant werden. Dein Zimmer steht ab 14 Uhr bereit, bei früherer Anreise nimmt die Rezeption Dein Gepäck entgegen und Du kannst bereits im Haus (bis 13:30 Uhr) zu Mittag essen.


Noch am Anreisetag findest Du Dich zur ersten Konsultation beim Ayurveda-Team ein. Dazu gehören eine ausführliche Anamnese, die Pulsdiagnose, eine Zungendiagnose und eine Körperanalyse.
Was passiert bei der Pulsdiagnose konkret?
Bei der Pulsdiagnose tastet unser Ayurveda-Arzt (Dr. ind. Gaurav Sharam, Rajat Vashisht oder Deepa Naik) Deinen Puls mit unterschiedlichem Druck ab und erschließt so mehrere Pulsebenen. Daraus liest er ab, welches Dosha aus dem Gleichgewicht geraten ist und welches Organsystem Unterstützung braucht.
Ergänzt wird die Untersuchung durch ein Gespräch über Ernährung, Verdauung, Schlaf und Deine aktuelle Lebenssituation. Am Ende steht Dein persönlicher Therapieplan mit den Anwendungen für die kommenden Tage.
Der Abend gehört Dir. Viele Gäste nutzen ihn für eine erste Yoga- oder Meditationseinheit und das Drei-Gänge-Abendmenü, bei dem Du zwischen einer vegetarischen oder veganer Hauptspeise wählst.


„Die meisten Gäste kommen mit einem vollen Kopf an. Deshalb behandeln wir am ersten Tag noch nicht. Wir hören zu, fühlen den Puls und lassen den Körper erst einmal ankommen.“
Dr. ind. Gaurav Sharma, Ayurveda-Spezialist im European Ayurveda Resort Sonnhof in Tirol
Tag 2: Snehana, die Ölung von innen und außen
Der zweite Tag ist Dein erster echter Behandlungstag. Er beginnt mit Snehana, der ayurvedischen Ölungstherapie.


Von innen bekommst Du morgens auf nüchternen Magen eine abgestimmte Menge Ghee, also geklärte Butter. Das Ghee wandert über den Stoffwechsel in das Gewebe und macht dort gebundene Stoffwechselrückstände beweglich.
Von außen folgt die Abhyanga, eine Ganzkörper-Ölmassage, im Sonnhof häufig synchron von zwei Therapeutinnen ausgeführt. Die Ölung ist die Vorbereitung für alles, was in den nächsten Tagen folgt, denn erst gelöste Rückstände lassen sich später ausleiten. Yoga Meditation und Vorträge sowie entspannende Spaziergänge in unser wunderschönen Natur dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Dazu kommt die ayurvedische Kost. Mittags bekommen Kurgäste ein Drei-Gänge-Menü. Abends gibt es Reissuppe und/oder einen Hauptgang. Auf Alkohol, Kaffee, Rohkost und Zucker verzichtest Du während der Kur.
Tag 3 und 4: Wärme, Kräuterstempel und die ersten Reaktionen
In diesen Tagen verdichtet sich das Programm. Auf die Ölmassagen folgen Wärmeanwendungen wie Swedana, ein ayurvedisches Dampfbad, das die Poren öffnet und die gelösten Rückstände Richtung Verdauungstrakt transportiert.


Je nach Therapieplan kommen jetzt Udvartana, eine Massage mit Kräuterpulver, Jambira Pinda Sveda mit warmen Zitronen-Kräuterstempeln. Zwischen den Anwendungen ruhst Du, trinkst heißes Ingwerwasser und gehst spazieren. Zur Info: Shirodhara, der bekannte Stirnölguss kommt bei uns erst am Ende der Kur.
Warum fühlst Du Dich an Tag 3 manchmal schlechter?
Müdigkeit, Kopfdruck oder leichte Gereiztheit rund um den dritten Kurtag sind eine normale Begleiterscheinung, weil der Stoffwechsel gerade Rückstände mobilisiert, die noch nicht ausgeschieden sind. In der ayurvedischen Lehre gilt das als Zeichen dafür, dass die Kur greift.
Genau dafür ist die therapeutische Begleitung da. Dein Ayurveda-Team fragt täglich nach Schlaf, Verdauung und Stimmung und passt die Anwendungen an, wenn Dein Körper mehr Ruhe braucht.
Tag 5: Virechana, der Reinigungstag
Virechana ist das Herzstück der Kur und der einzige Tag, an dem Du keine Massage bekommst. Morgens trinkst Du einen pflanzlichen Abführtrunk, danach bleibst Du im Zimmer und in der Nähe des Bades.


Über den Tag verteilt kommt es zu mehreren Entleerungen. Du trinkst warmes Wasser, isst nichts oder nur eine dünne Reissuppe und stehst in laufendem Kontakt mit dem Ayurveda-Team, das die Anzahl der Ausleitungen dokumentiert.
Wie wirkt Virechana aus wissenschaftlicher Sicht?
Virechana zielt auf den Dünndarm und die Leber, also auf die Organe, in denen fettlösliche Stoffwechselprodukte gebunden werden. Eine experimentelle Studie im Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine zeigte 2015 an Ratten mit fruktoseinduziertem Stoffwechselsyndrom nach Virechana einen um 46,4 Prozent geringeren Fettgehalt im Stuhl und einen deutlich niedrigeren Blutzucker. Es handelt sich um eine Tierstudie, die Ergebnisse lassen sich also nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen.
Am Abend fühlen sich viele Gäste leer, leicht und angenehm klar. Der Schlaf in dieser Nacht ist häufig der tiefste der ganzen Kur.
Tag 6 und 7: Die Aufbauphase beginnt
Nach der Ausleitung ist Dein Verdauungssystem empfindlich, das Verdauungsfeuer arbeitet auf Sparflamme. Deshalb steigst Du langsam wieder ein, zuerst mit Kitchari, einem weich gekochten Gericht aus Reis und Mungbohnen, dann mit Suppen und gedünstetem Gemüse.


Die Anwendungen wechseln jetzt den Charakter und werden nährend. Ölgüsse, Basti-Anwendungen mit Kräuterölen, Marma-Massagen und Fußmassagen bauen das Gewebe wieder auf und beruhigen das Nervensystem. Mental Detox, Emotional Release und Einzelgespräche begleiten Dich durch den Tag.
Die Aufbauphase entscheidet mit darüber, wie lange die Wirkung Deiner Kur anhält, und sie endet nicht mit der Abreise. Für zu Hause bekommst Du Kräuter und Ernährungsempfehlungen mit, die diese Phase um mehrere Wochen verlängern.
Dass sich in dieser Zeit messbar etwas verändert, zeigt eine kontrollierte Studie mit 119 Teilnehmenden, veröffentlicht in Scientific Reports. Nach sechs Tagen eines panchakarma-basierten Programms war das Plasma-Metabolitenprofil der Interventionsgruppe deutlich verändert, bei zwölf Phosphatidylcholinen zeigte sich eine statistisch signifikante Abnahme.
Ab Tag 8: Wie geht eine längere Panchakarma-Kur weiter?
Bei einer Kur ab 14 Nächten wiederholt sich der Rhythmus aus Ölung, Wärme und Ruhe auf einer tieferen Ebene. Statt einer einzigen Ausleitung kann Dein Therapieplan eine zweite Reinigungsphase vorsehen.


Auch die klassischen Zusatzverfahren finden erst in längeren Kuren Platz. Nasya, die Reinigung des Stirn-, Nebenhöhlen- und Kopfbereichs über die Nase, und Basti als Serie über mehrere Tage gehören dazu.
Mit der Länge wächst außerdem der Anteil an Coaching, Yoga und Meditation. Wer 21 oder 28 Nächte bleibt, hat Zeit, ayurvedische Ernährung und eine Morgenroutine so einzuüben, dass sie zu Hause hält.
Wie sieht ein typischer Kurtag von morgens bis abends aus?
Zwischen den Behandlungen bleibt mehr Zeit, als die meisten Gäste erwarten. Der folgende Tagesrahmen ist eine typische Struktur, die sich je nach Therapieplan und Wochenprogramm verschiebt.
| Tageszeit | Was auf dem Programm steht |
| Früher Morgen | Zungenreinigung, warmes Wasser, aktivierende Yoga- oder Meditationseinheit |
| Vormittag | Ayurveda-Frühstücksbuffet, danach die Hauptbehandlung des Tages, meist Ölmassage mit Wärmeanwendung, anschließend Ruhezeit |
| Mittag | Drei-Gänge-Menü zu Mittag. Die Hauptmahlzeit liegt bewusst mittags, wenn das Verdauungsfeuer am stärksten ist |
| Nachmittag | Spaziergang oder Achtsamkeitswanderung, Vata-Snack mit Teezeremonie, zweite Anwendung oder Konsultation |
| Abend | Ruhige Yoga- oder Meditationseinheit, Vortrag oder Sacred Circle, Abendessen für Kurgäste mit Suppe und/oder ayurvedischem Hauptgang, früher Schlaf |
Täglich stehen mindestens drei bis fünf Yoga- und Meditationseinheiten zur Auswahl, vom Detox-Yoga über Breathwork bis zum Kundalini Yoga. Das aktuelle Wochenprogramm bekommst Du bei der Anreise an der Rezeption.
Der Spa mit Saunen, Infrarotkabinen und Pool steht Dir offen. Während der Ausleitungsphase raten wir vom Schwimmen ab, weil der Körper in dieser Zeit Wärme braucht.
Der Abreisetag: Abschlusskonsultation und Plan für zu Hause
Am letzten Tag steht die Abschlusskonsultation an. Dein Ayurveda-Arzt fühlt erneut den Puls, bespricht mit Dir, was sich verändert hat, und gibt Empfehlungen für Ernährung, Tagesrhythmus und Kräuter mit.


Der Check-out ist um 11 Uhr. Plane die Rückreise so, dass der Tag ruhig bleibt, denn der Körper ist nach einer Kur offener und empfindlicher als sonst.
Die ersten zwei bis drei Wochen zu Hause gehören noch zur Kur. Leichte, warme Kost, früher Schlaf und wenig Alkohol verlängern die Aufbauphase spürbar.
Unterschiede je nach Kur-Dauer und Schwerpunkten
In einem tatsächlichen Panchakarma-Aufenthalt passiert nicht jeden Tag dasselbe. Eine 14-Tage-Kur sieht anders aus als eine 21- oder 28-Tage-Kur, und je nach Beschwerdebild legen wir unterschiedliche Schwerpunkte. Das Ziel bleibt, dass Dein Körper genau so viel Reinigung bekommt, wie er in der verfügbaren Zeit verkraftet, und danach ausreichend Zeit zum Aufbauen hat.
| Kurvariante | Behandlungstage | Anwendungen | Konsultationen |
| Panchakarma „Light“ | 6 | 12 | 3 |
| Panchakarma „Der Klassiker“ | 9 | 18 | 3 |
| Längere Varianten (De Luxe, Superior, Supreme) | bis 28 Nächte Aufenthalt | umfangreicher, mit zweiter Reinigungsphase | mehrere |
Was ändert sich bei 14, 21 oder 28 Tagen?
Je länger die Kur, desto tiefer reicht die Reinigung und desto länger dauert die Aufbauphase im Haus statt zu Hause. Bei sieben Nächten liegt der Schwerpunkt auf Vorbereitung und einer Ausleitung, ab 14 Nächten kommen zusätzliche Verfahren und eine zweite Reinigungsphase infrage.
Kürzere Kuren eignen sich für einen ersten Zugang und für Menschen, die beruflich nicht länger aussteigen können. Wer chronische Beschwerden mitbringt, profitiert erfahrungsgemäß stärker von 14 Nächten aufwärts.
Welche Schwerpunkte sind möglich?
Dein Therapieplan richtet sich nach dem Grund Deines Aufenthalts. Bei Erschöpfung und Schlafproblemen dominieren beruhigende Anwendungen wie Shirodhara und Marma-Massagen, bei Verdauungs- und Stoffwechselthemen liegt der Fokus auf Ausleitung und Kostaufbau.
Bei Gelenks- und Rückenbeschwerden arbeiten wir stärker mit Kräuterstempeln, Basti-Anwendungen und Wärme. Wer emotionale Themen bearbeiten möchte, kombiniert die Kur mit Mind-Detox-Coaching oder Breathwork


„Zwei Gäste können am selben Tag anreisen, dieselbe Kur buchen und trotzdem völlig unterschiedliche Wochen erleben. Wir richten den Plan nach dem Menschen aus, der vor uns sitzt.“
Elisabeth Naschberger-Mauracher, European Ayurveda® Expertin & Geschäftsführerin des European Ayurveda Resort Sonnhof in Tirol
Ärztliche Begleitung während Deiner Panchakarma-Kur im Sonnhof
Die ärztliche Begleitung ist im Kurpreis enthalten und beginnt am Anreisetag mit Anamnese und Pulsdiagnose. Sie endet mit der Abschlusskonsultation am letzten Tag. Dazwischen steht Dir das Ayurveda-Team für Rückfragen und Anpassungen des Therapieplans zur Verfügung.


Wer begleitet Dich medizinisch?
Die ayurvedisch-medizinische Leitung im Sonnhof liegt bei Dr. ind. Gaurav Sharma, der das Haus seit dem Aufbau des Ayurveda-Bereichs begleitet. Zum Team gehören außerdem die Ayurveda-Spezialistinnen Deepa Naik und Rajat Vashisht.
Alle drei führen Konsultationen und Pulsdiagnosen durch und erstellen die individuellen Therapiepläne. Mit Foto und Werdegang stellt sich das gesamte Expertenteam auf unserer Website vor.
Gibt es auch eine schulmedizinische Begleitung?
Ja. Mit Dr. Alaettin Sinop, Facharzt für Allgemeinmedizin mit Tätigkeitsschwerpunkt Naturheilverfahren, steht im Sonnhof ein schulmedizinisch ausgebildeter Arzt zur Verfügung. Seine Qualifikationen umfassen Akupunktur, ayurvedische Medizin und Kräutertherapie, manuelle Medizin, Neuraltherapie und neurokybernetische Technik.
Sein Schwerpunkt ist die Ayurveda PLUS Kur, die Schulmedizin, fernöstliche Heilkunde und Komplementärmedizin verbindet. Wenn Du Vorerkrankungen mitbringst oder Medikamente einnimmst, ist das der passende Rahmen. Zur Info: Man kann Dr. Sinop jederzeit dazu buchen bzw. bei 14 Tagen Kuraufenthalt ist er auch mit Akupunktur involviert. Er ist in der Regel dienstags im Haus (bitte Rücksprache mit der Rezeption halten).
Was ist in der ärztlichen Begleitung enthalten?
Enthalten sind die Eingangskonsultation mit Pulsdiagnose, der individuelle Therapieplan, die therapeutische Begleitung während der Kur, die Abschlusskonsultation sowie die Kräuter für die Dauer Deines Aufenthalts. Ernährungs- und Lifestyle-Coaching gehören ebenfalls dazu. Fix inkludiert sind eine Konsultation und ein Endgespräch.
Kurze Gespräche können nach Bedarf in Anspruch genommen werden, sind aber nicht fix in der Kur enthalten. Je länger der Kuraufenthalt dauert, umso mehr Gespräche sind inkludiert. Die Anzahl der Konsultationen hängt also von der gebuchten Kur ab.
Bei akuten Beschwerden vermittelt die Rezeption den Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten in Kufstein, das von unserer Lage im Thierseetal rund 20 Autominuten entfernt liegt.
FAQ: Häufige Fragen zum Ablauf einer Panchakarma-Kur
Was passiert bei einer Panchakarma-Kur?
Eine Panchakarma-Kur läuft in drei Phasen ab. Zuerst wird der Körper durch Ghee-Einnahme, Ölmassagen und Wärme auf die Reinigung vorbereitet, dann werden die gelösten Rückstände über einen Abführtag (Virechana) ausgeleitet, zum Schluss wird das Gewebe mit nährenden Anwendungen und leichter Kost wieder aufgebaut.
Wie viele Behandlungen bekomme ich pro Tag?
An einem regulären Behandlungstag erhältst Du in der Regel eine bis zwei Anwendungen, meist am Vormittag. Am Reinigungstag Virechana findet eine Bauchmassage statt.
Wie lange dauert eine Panchakarma-Kur?
Im Sonnhof dauert eine Panchakarma-Kur zwischen 7 und 28 Nächten. Sieben Nächte sind das Minimum für eine vollständige Reinigung mit Ausleitung, ab 14 Nächten reicht die Kur tiefer und die Aufbauphase findet im Hotel statt.
Was esse ich während der Kur?
Du bekommst eine leichte, warme Tridosha-Kost mit Kitchari, Suppen, Getreidegerichten und Kräutertees, überwiegend biologisch und mit Zutaten vom familieneigenen Lindhof. Alkohol, Kaffee, Rohkost und Zucker entfallen während der Kur, Fisch ist nicht vorgesehen (außer bei akutem Proteinmangel).
Fühlt man sich während einer Panchakarma-Kur schlecht?
Rund um den dritten Kurtag und am Ausleitungstag können Müdigkeit, Kopfdruck oder Kreislaufschwankungen auftreten. Diese Reaktionen sind vorübergehend und werden vom Ayurveda-Team begleitet, das die Anwendungen bei Bedarf anpasst.
Kann ich während der Kur arbeiten?
Wir raten davon ab. Der Tagesrhythmus aus Behandlung, Ruhezeit und Mahlzeiten lässt kaum zusammenhängende Arbeitsblöcke zu, und die Wirkung der Kur hängt daran, dass das Nervensystem tatsächlich herunterfährt. WLAN steht nur in den öffentlichen Bereichen zur Verfügung, nicht in den Zimmern.
Wie bereite ich mich auf die Kur vor?
Ein bis zwei Wochen vor Kurbeginn reduzierst Du Kaffee, Zucker, Alkohol und rotes Fleisch schrittweise, trinkst 1,5 bis 2 Liter warmes Wasser oder Kräutertee täglich und isst warme, gekochte Mahlzeiten mit der Hauptmahlzeit mittags. Die vollständige Kurvorbereitung mit Packliste und Abendritual steht auf unserer Website.
Ist die Panchakarma-Kur im Sonnhof ärztlich begleitet?
Ja. Jede Panchakarma-Kur beginnt mit einer Konsultation und Pulsdiagnose durch das Ayurveda-Team um Dr. ind. Gaurav Sharma und endet mit einer Abschlusskonsultation. Für schulmedizinische Fragestellungen steht Dr. Alaettin Sinop zur Verfügung, Facharzt für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Naturheilverfahren.
Ab welchem Alter ist eine Kur im Sonnhof möglich?
Der Sonnhof ist ein Adults-only-Haus, der Aufenthalt ist ab 16 Jahren möglich.
Quellen
- Vinjamury SP, Vinjamury M, Sucharitakul S, Ziegler I: Panchakarma. Ayurvedic Detoxification and Allied Therapies, Is There Any Evidence? Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2012. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-24565-7_7
- Chaturvedi A, Rao PN, Kumar MA, Ravishankar B, Rao N, Ravi M: Effect and Mechanism of Virechana Karma (Therapeutic Purgation) Over Fructose-Induced Metabolic Syndrome. Journal of Evidence-Based Complementary & Alternative Medicine, 2015. https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/2156587215596283
- Peterson CT et al.: Identification of Altered Metabolomic Profiles Following a Panchakarma-based Ayurvedic Intervention in Healthy Subjects. Scientific Reports, 2016. https://www.nature.com/articles/srep32609



