Immunsystem stärken: Was hilft und wie Ayurveda Deine Abwehrkräfte unterstützen kann

zuletzt aktualisiert am 11.08.2026

Du bist jeden Winter dreimal krank, während andere problemlos durchkommen? Mit Ayurveda und einigen wenigen Gewohnheiten kannst Du Dein Immunsystem stärken. Dieser Ratgeber zeigt Dir, was die Forschung dazu belegt und wie die ayurvedische Lehre Deine Abwehrkräfte langfristig aufbaut.

Das Wichtigste in Kürze: So stärkst Du Dein Immunsystem

Die vier stärksten Hebel, um deine Abwehrkräfte zu unterstützen, sind Schlaf, moderate Bewegung, Stressregulation und eine pflanzenbetonte, darmfreundliche Ernährung.

  • Schlaf: Wer nur fünf bis sechs Stunden schläft, erkältet sich rund 4,2-mal häufiger als jemand mit über sieben Stunden (1).
  • Bewegung: Fünf moderate Trainingstage pro Woche bedeuten 43 % weniger Krankheitstage (2).
  • Vitamin D kann das Risiko akuter Atemwegsinfekte im Winter leicht senken (3). Andere Präparate bringen bei ausgewogener Ernährung keinen Zusatznutzen.
  • Ayurveda ergänzt die Schulmedizin um drei Ansatzpunkte: Ojas (Abwehrkraft-Reserve), Agni (Verdauungsfeuer) und Rasayana-Kräuter wie Guduchi, Amalaki, Ashwagandha und Tulsi.
  • Realistischer Zeitrahmen: Abwehrkräfte baust Du in Wochen bis Monaten auf, nicht in drei Tagen.
  • Im European Ayurveda® Resort Sonnhof beginnt jede Kur mit ärztlicher Anamnese und Pulsdiagnose, weil ein geschwächtes Immun


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Wie kann ich mein Immunsystem stärken? Die 6 wirksamsten Hebel

Das Immunsystem ist kein Organ, das Du gezielt „aufpumpen“ kannst. Es ist ein Netzwerk aus Schleimhäuten, Darmflora, Immunzellen und Hormonen, das träge, aber verlässlich auf Deinen Lebensstil reagiert. Die folgenden sechs Hebel sind am besten abgesichert und wirken zusammen deutlich stärker als einzeln.

HebelWas belegt istUmsetzung im Alltag
SchlafUnter 6 Stunden Schlaf vervierfacht sich das Erkältungsrisiko (Prather 2015)7–8 Stunden, feste Zubettgehzeit, kein Bildschirm in der letzten Stunde
Bewegung43 % weniger Krankheitstage bei ≥ 5 moderaten Einheiten pro Woche (Nieman 2011)30–45 Minuten zügiges Gehen, Radfahren oder Schwimmen, nicht bis zur Erschöpfung
StressregulationChronischer Stress macht Immunzellen unempfindlich für Cortisol (Cohen 2012)Täglich 10–20 Minuten Atemübung, Meditation oder Spaziergang ohne Handy
DarmgesundheitEin Großteil der antikörperbildenden Zellen sitzt in der Darmschleimhaut (ARS MEDICI)Ballaststoffe, fermentierte Lebensmittel, warme gekochte Kost, wenig Zucker essen
MikronährstoffeVitamin D senkt das Risiko akuter Atemwegsinfekte leicht (Jolliffe 2021)regelmäßig 5-25 Minuten in die Sonne gehen, bei ärztlich festgestelltem Mangel Präparate einnehmen
SchleimhautpflegeTrockene Schleimhäute verlieren ihre Barrierefunktion (Universitäts Spital Zürich)1,5–2 Liter warme Getränke trinken, regelmäßig lüften, Nasenöl bei Heizungsluft verwenden

Was stärkt das Immunsystem im Alltag?

Den größten Einfluss haben Darm, Schlaf, Bewegung und Stress. Für alle vier Bereiche gibt es belastbare Studien, und in allen vier kannst Du sofort etwas ändern. Wir gehen sie der Reihe nach durch.

Wie wichtig ist der Darm für die Immunabwehr?

Der Darm beherbergt einen sehr großen Teil der antikörperproduzierenden Zellen. Das darmassoziierte lymphatische Gewebe (GALT) entscheidet mit, wie gut Erreger abgefangen werden, bevor sie sich ausbreiten.

Ballaststoffe aus Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn füttern die nützlichen Bakterien, Fermentiertes wie Sauerkraut oder Kefir bringt neue Stämme mit. Stark verarbeitete Produkte und viel Zucker verschlechtern die Zusammensetzung wieder.

Immunsystem aufbauen mit Ernährung

Die ayurvedische Lehre kommt über einen ganz anderen Weg zum gleichen Ergebnis. Sie sieht schwer verdauliche, kalte und stark verarbeitete Nahrung als Ursache von Ama, also von Stoffwechselrückständen, die den Körper belasten.

Warum kann Schlaf das Immunsystem stärken?

Schlaf ist der einzige Hebel, bei dem eine einzige schlechte Woche bereits messbare Folgen hat. In der Studie Behaviorally Assessed Sleep and Susceptibility to the Common Cold (Prather et al., 2015) wurden 164 gesunde Erwachsene eine Woche lang per Aktigrafie beobachtet und anschließend gezielt einem Erkältungsvirus ausgesetzt.

Wer fünf bis sechs Stunden schlief, erkrankte rund 4,2-mal häufiger als die Gruppe mit mehr als sieben Stunden. Bei weniger als fünf Stunden stieg das Risiko auf das 4,5-Fache.

Nachts arbeiten T-Zellen besonders effektiv und das Immungedächtnis wird gefestigt. Wer chronisch zu kurz schläft, nimmt diesem System schlicht die Arbeitszeit weg.

Wie viel Bewegung stärkt die Abwehrkräfte?

Moderate Ausdauerbewegung stärkt die Abwehrkräfte messbar, intensives Training über der eigenen Belastungsgrenze wiederum schwächt sie kurzfristig. In der Untersuchung Upper respiratory tract infection is reduced in physically fit and active adults (Nieman et al., 2011) hatten Menschen mit mindestens fünf Bewegungstagen pro Woche über zwölf Wochen 43 % weniger Krankheitstage als weitgehend inaktive Personen.

Auch die Symptomschwere sank um 32 bis 41 %. Wichtiger als die Intensität ist dabei, dass Du regelmäßig dranbleibst.

Abwehrkräfte stärken mit Bewegung

Nach sehr harten Einheiten sinkt die Zahl zirkulierender Immunzellen vorübergehend unter den Ausgangswert, das sogenannte Open-Window-Phänomen. Wer erschöpft ist und trotzdem hart trainiert, arbeitet gegen sein Immunsystem.

Was macht chronischer Stress mit dem Immunsystem?

Kurzfristiger Stress aktiviert die Abwehr, chronischer Stress bremst sie aus. In der Arbeit Chronic stress, glucocorticoid receptor resistance, inflammation, and disease risk (Cohen et al., 2012) reagierten Immunzellen bei anhaltender Belastung schlechter auf Cortisol.

Das Hormon kann die Entzündungsreaktion dann nicht mehr sauber herunterregulieren. In der Folge entwickelten Teilnehmende nach kontrollierter Virusexposition häufiger eine Erkältung.

Genau hier setzt European Ayurveda® an. Wir behandeln den Erschöpfungszustand, der hinter der Infektanfälligkeit steckt.

Profilbild Elisabeth Mauracher-Zitat

„Fast alle Gäste, die zu uns kommen, weil sie ständig krank sind, erzählen im ärztlichen Erstgespräch dieselbe Geschichte: Sie funktionieren seit Jahren. Das Immunsystem ist dann nicht defekt, es ist ausgelaugt.“

Elisabeth Naschberger-Mauracher, European Ayurveda Expertin & Geschäftsführerin des European Ayurveda Resort Sonnhof in Tirol

Was hilft dem Immunsystem wirklich und was ist überschätzt?

Rund um Immunbooster kursieren mehr Versprechen als Belege. Am häufigsten geht es dabei um Mikronährstoffe und um klassische Hausmittel. Beide haben ihren Platz, nur einen kleineren, als die Werbung verspricht.

Immunsystem Hausmittel

Welche Vitamine stärken das Immunsystem wirklich?

Das Immunsystem braucht die Vitamine A, B6, B12, C, D und E sowie Zink und Selen. Bei ausgewogener Ernährung deckst Du den Bedarf in der Regel vollständig ab. Zusätzliche Präparate bringen dann keinen weiteren Nutzen.

Die belegte Ausnahme ist Vitamin D. Die Metaanalyse Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory infections (Jolliffe et al., 2021, The Lancet Diabetes & Endocrinology) fasste 43 randomisierte Studien mit rund 49.000 Teilnehmenden zusammen und fand ein leicht gesenktes Risiko für akute Atemwegsinfekte, wenn Vitamin-D-Präparate eingenommen wurden (Odds Ratio 0,92).

Eine aktualisierte Auswertung derselben Arbeitsgruppe relativiert diesen Effekt aber, nachdem weitere große Studien einbezogen wurden. Vitamin D gleicht also einen im Winter häufigen Mangel aus, mehr leistet es nicht. 

Bei gesunden Erwachsenen reicht es meist aus, in den Frühlings- und Sommermonaten einfach regelmäßig in die Sonne zu gehen. Der Körper kann Vitamin D speichern und hat so auch in den Wintermonaten ausreichend zur Verfügung. Bei häufigen Infekten im Winter oder wenig Möglichkeiten zum Sonnenbaden im Sommer kann es sinnvoll sein, mögliche Nahrungsergänzungen nach ärztlicher Absprache einzunehmen.

Wichtig: Lass Deinen Vitamin-D-Spiegel unbedingt vorher ärztlich messen, statt blind zu supplementieren.

Helfen Hausmittel wie Sauna, Wechselduschen und Hühnersuppe?

Sauna hat von den dreien die beste Datenlage. Die finnische Kohortenstudie Sauna bathing reduces the risk of respiratory diseases (Kunutsor et al., 2017) verfolgte 1.935 Männer über etwa 25,6 Jahre. Bei zwei bis vier Saunagängen pro Woche konnte das Risiko für Atemwegserkrankungen signifikant gesenkt werden.

Wechselduschen und Wassertreten nach Kneipp sind wissenschaftlich schwächer belegt, aber unbedenklich und für viele Menschen angenehm. Hühnersuppe befeuchtet die Schleimhäute und lindert dadurch Symptome. Ein direkter Effekt auf die Abwehr ist beim Menschen bisher nicht belegt.

Wichtig: Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Saunabesuche vorher zwingend ärztlich abklären lassen.

Immunsystem aufbauen: Wie lange dauert das?

Erste Effekte spürst Du nach zwei bis drei Wochen konsequenter Schlaf- und Bewegungsroutine, meist als bessere Regeneration und mehr Energie im Alltag. Eine belastbare Veränderung der Infektanfälligkeit braucht dagegen realistisch drei bis sechs Monate.

Darmflora, Schleimhautbarriere und Stresshormonsystem verändern sich langsam. Wer nach zehn Tagen Vitaminkur keinen Unterschied merkt, hat meistens einfach zu früh hingeschaut.

Ein Kuraufenthalt beschleunigt diesen Prozess, weil er alle Hebel gleichzeitig bewegt. Er ersetzt aber nicht, was danach im Alltag passiert.

Immunsystem stärken mit Ayurveda: Ojas, Agni und Rasayana

Die ayurvedische Lehre kennt keinen Begriff, der eins zu eins dem Immunsystem entspricht. Abwehrkraft heißt dort Vyadhikshamatva: die Fähigkeit des Körpers, Krankheit zu widerstehen. Sie hängt an drei Größen, die im European Ayurveda® den Kern jeder Kur bilden: Ojas, Agni und Rasayana.

Was ist Ojas und warum entscheidet es über Deine Abwehrkraft?

Ojas ist die feinstoffliche Essenz einer vollständig verlaufenen Verdauung, vergleichbar mit einer Reserve an Widerstandskraft. Ist Ojas hoch, wirkst Du belastbar, schläfst gut und steckst Infekte weg. Ist es niedrig, kippst Du bei jedem Wetterwechsel.

Ojas sinkt durch Schlafmangel, Dauerstress, Überarbeitung, Trauer und zu wenig Nahrhaftes. Es steigt durch warme, gut verdauliche Kost, ausreichend Ruhe, Ölanwendungen und echte Erholungsphasen.

Es beschreibt damit in alter Sprache dasselbe, was die Forschung heute als Zusammenspiel von Schlaf, Stresslast und Ernährungsqualität untersucht.

Wie stärkt ein gutes Agni die Immunabwehr?

Agni ist das Verdauungsfeuer. Ist es kräftig, wird Nahrung vollständig verwertet und es entsteht Ojas. Ist es schwach, bleiben unverdaute Rückstände zurück, im Ayurveda Ama genannt, die die Kanäle des Körpers verstopfen und die Abwehr schwächen.

Mit Ayurveda Immunsystem aufbauen

Typische Zeichen für schwaches Agni sind Völlegefühl, Müdigkeit nach dem Essen, belegte Zunge und morgendliche Schwere. Wer sein Agni stärken will, isst zu festen Zeiten warm und lässt zwischen den Mahlzeiten vier bis fünf Stunden Pause.

Am einfachsten fängst Du damit an, heißes Wasser zu trinken, über den Tag verteilt in kleinen Schlucken. Das hält die Schleimhäute feucht und unterstützt die Verdauung.

Rasayana: Welche ayurvedischen Kräuter stärken das Immunsystem?

Die klassischen Rasayana-Heilkräuter gelten im Ayurveda als verjüngend und abwehrstärkend. Vier davon sind auch modern untersucht, wobei die Studienlage überwiegend aus Labor- und kleineren klinischen Untersuchungen besteht.

HeilkrautAyurvedische WirkrichtungWas Studien zeigen
Guduchi (Tinospora cordifolia)Klassisches Rasayana bei InfektanfälligkeitImmunmodulierende Effekte über Makrophagen- und Lymphozytenaktivierung
Amalaki (Emblica officinalis)Kühlend, aufbauend, Basis von ChyawanprashSehr hoher Vitamin-C- und Polyphenolgehalt, ausgeprägte antioxidative Aktivität
Ashwagandha (Withania somnifera)Adaptogen bei Erschöpfung und DauerstressRCT: signifikanter Anstieg von Immunglobulinen und NK-Zellen nach 30 Tagen
Tulsi (Ocimum sanctum)Wärmend, schleimlösend, „heiliges Basilikum“Traditionell bei Atemwegsinfekten, als Tee gut alltagstauglich

Ayurvedische Kräuter werden im Ayurveda immer passend zur Konstitution eingesetzt. Was einem Pitta-Typ hilft, kann einen Vata-Typ zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringen. Deshalb steht bei uns vor jeder Empfehlung die ayurvedische Pulsdiagnose und der Dosha Test.

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Zur Unterstützung einer ausgewogenen Ernährung empfehlen wir ausgewählte Ayurveda Nahrungsergänzungen und Supplements.

Welche ayurvedischen Tagesroutinen stärken die Abwehrkräfte?

Dinacharya, die ayurvedische Tagesroutine, ist der praktischste Teil der Lehre und wirkt gerade deshalb, weil sie täglich stattfindet. Diese fünf Elemente lassen sich ohne Aufwand einbauen.

  • Zungenreinigung am Morgen: entfernt nächtliche Ama-Ablagerungen, dauert 20 Sekunden.
  • Warmes Wasser trinken: hält Schleimhäute und Verdauung in Bewegung.
  • Abhyanga, die Ölmassage: beruhigt das vegetative Nervensystem und senkt so die Stresslast.
  • Nasya, das Nasenöl: schützt die Nasenschleimhaut gerade in trockener Heizungsluft.
  • Pranayama, bewusste Atmung: 10 Minuten täglich aktivieren den Parasympathikus.

Ergänzend wirkt eine typgerechte, ayurvedische Ernährung mit warmen, gekochten Gerichten und Gewürzen wie Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und schwarzem Pfeffer.

Immunsystem stärken bei Erwachsenen: Was in welcher Lebensphase zählt

Das Immunsystem zu stärken, bedeutet mit 35 etwas anderes als mit 55. Ayurveda denkt ohnehin in Belastungszuständen statt in Altersgruppen. Genau so ordnen wir auch unsere Kuren zu.

SituationTypisches MusterSinnvoller Schwerpunkt
High Performer, FührungskräfteDauerstress, kurze Nächte, Infekte in jeder RuhephaseStressregulation, Schlaf, Panchakarma
Frauen in Perimenopause und MenopauseHormonelle Umstellung, Schlafstörungen, erhöhte InfektneigungRasayana-Aufbau, Longevity
Verdauungs- und StoffwechselthemenVöllegefühl, Trägheit, HautunreinheitenAgni-Aufbau, Detox-Kur
Nach längerer Erkrankung oder AntibiotikaRestmüdigkeit, wiederkehrende InfekteDarmaufbau, sanfte Reinigung, ärztliche Begleitung
Prävention ab 50Noch beschwerdefrei, will vorsorgen.Longevity-Programme, Bewegung, Mikronährstoff-Check

Unsicher, was zu Dir passt? Der Kurfinder ordnet Dich in sechs Fragen einer der fünf European Ayurveda® Linien zu.

Was schwächt das Immunsystem?

Oft ist Weglassen wirksamer als Hinzufügen. Die folgenden Faktoren belasten die Abwehr nachweislich, und die meisten davon hast Du selbst in der Hand.

  • Chronischer Schlafmangel ist der stärkste Einzelfaktor.
  • Dauerstress ohne Erholungsphasen macht Immunzellen unempfindlich für Cortisol.
  • Rauchen zerstört die Flimmerhärchen der Atemwege und trocknet Schleimhäute aus.
  • Regelmäßiger Alkohol stört die Immunantwort noch bis zu 24 Stunden nach dem Konsum.
  • Übertraining senkt die Zahl zirkulierender Abwehrzellen unter den Ausgangswert.
  • Stark verarbeitete Kost und viel Zucker verschlechtern die Zusammensetzung der Darmflora.
  • Soziale Isolation gilt in der Stressforschung als eigenständiger Risikofaktor.

Wie erkennst Du ein geschwächtes Immunsystem?

Ein geschwächtes Immunsystem zeigt sich selten dramatisch. Typisch sind mehr als drei bis vier Infekte pro Jahr, Erkältungen, die deutlich länger als zehn Tage dauern, und Krankheiten, die immer genau dann kommen, wenn eine Belastungsphase endet.

Schlaf stärkt das Immunsystem

Dazu kommen unspezifische Zeichen wie anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, langsam heilende kleine Wunden, wiederkehrende Herpesbläschen sowie häufige Blasen- oder Nebenhöhlenentzündungen.

Diese Muster ersetzen keine Diagnose. Bei häufigen, schweren oder ungewöhnlich lang anhaltenden Infekten solltest Du zuerst ärztlich abklären lassen, ob eine behandelbare Ursache dahintersteckt. 

Immunabwehr stärken im European Ayurveda® Resort Sonnhof

Der Sonnhof ist ein familiengeführtes Ayurveda-Gesundheitshotel in Hinterthiersee in Tirol, auf 900 Metern Seehöhe. Jede Ayurveda Kur beginnt mit einer ärztlichen Anamnese und Pulsdiagnose durch unser Expertenteam rund um Dr. Gaurav Sharma.

Für den Aufbau der Abwehrkräfte sind vor allem drei unserer fünf European Ayurveda® Linien relevant. Panchakarma ist die tiefste, medizinisch strukturierte Reinigung.

Die Detox-Kur wurde bei den World Luxury Spa Awards 2024 und 2025 als weltweit bestes Detox-Programm ausgezeichnet, arbeitet kürzer und stoffwechselorientiert.

Das Longevity Programm richtet sich an alle, die aktiv vorsorgen statt reagieren wollen.

Die Küche arbeitet mit Zutaten unserer familieneigenen Farm Lindhof. Frisch zubereitete, warme und leicht verdauliche Kost ist im Ayurveda die Grundlage für ein starkes Agni und damit für Ojas.

Profilbild Elisabeth Mauracher-Zitat

„Wir schenken keine Erholung für zwei Wochen. Wir zeigen Dir, welche drei Dinge Du zu Hause anders machen musst, damit Dein Körper wieder Reserven bilden kann.“

Elisabeth Naschberger-Mauracher, European Ayurveda Expertin & Geschäftsführerin des European Ayurveda Resort Sonnhof in Tirol

FAQ – Häufige Fragen zum Thema Immunsystem stärken

Was stärkt das Immunsystem am schnellsten?

Am schnellsten wirkt ausreichender Schlaf. Bereits eine Woche mit sieben bis acht Stunden pro Nacht senkt die Infektanfälligkeit messbar. Alle anderen Maßnahmen brauchen Wochen bis Monate.

Wie kann ich mein Immunsystem natürlich stärken?

Am meisten bringen 7–8 Stunden Schlaf, 30–45 Minuten moderate Bewegung an fünf Tagen pro Woche, eine tägliche Entspannungsroutine und ballaststoffreiche, warme Ernährung.

Was ist das beste Mittel zur Stärkung des Immunsystems?

Ein einzelnes bestes Mittel gibt es nicht. Am ehesten erfüllt Vitamin D diese Rolle im Winter, weil ein Mangel in Mitteleuropa verbreitet ist. Der Effekt bleibt aber moderat und ersetzt keinen gesunden Lebensstil. Wichtiger sind gesunde Routinen, die das Immunsystem nachhaltig aufbauen.

Wie stärke ich mein Immunsystem mit Hausmitteln?

Regelmäßige Saunagänge haben die beste Datenlage. Ergänzend wirken warme Ingwer- oder Tulsi-Tees, ausreichend Flüssigkeit für feuchte Schleimhäute und Wechselduschen. Hühnersuppe lindert Symptome, stärkt aber nachweislich nicht die Abwehr.

Wie lange dauert es, das Immunsystem aufzubauen?

Erste Effekte sind mit einer gesunden Schlafroutine nach zwei bis drei Wochen spürbar, eine geringere Infektanfälligkeit braucht Zeit und tritt meist nach drei bis sechs Monaten ein. Darmflora und Stresshormonsystem verändern sich langsam.

Kann Ayurveda ein geschwächtes Immunsystem stärken?

Ayurveda setzt an drei Ursachen an: Verdauungskraft (Agni), Regenerationsreserve (Ojas) und Stressbelastung. Rasayana-Kräuter wie Guduchi und Ashwagandha zeigen in Studien immunmodulierende Effekte. Eine schulmedizinische Abklärung ersetzt Ayurveda nicht, ergänzt sie aber sinnvoll.

Welche Ayurveda-Kur passt bei häufigen Infekten?

Bei Erschöpfung und wiederkehrenden Infekten empfehlen wir am Sonnhof meist eine Panchakarma- oder Rasayana-Kur ab sieben Nächten. Bei Verdauungs- und Stoffwechselthemen ist die Detox-Kur der bessere Einstieg. Die Entscheidung trifft unser Ärzteteam nach der Pulsdiagnose. Alternativ machst Du vorab den Kurfinder-Test.

Ab wann sollte ich mit häufigen Infekten zur Ärztin oder zum Arzt?

Bei mehr als vier Infekten pro Jahr, bei Erkältungen, die länger als zwei Wochen dauern, bei ungewöhnlich schweren Verläufen oder wenn zusätzlich Fieber, Gewichtsverlust oder Nachtschweiß auftreten.

Quellen

wissenschaftliche Quellen

(1) Prather, A. A. et al. (2015): Behaviorally Assessed Sleep and Susceptibility to the Common Cold. SLEEP 38(9). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26118561/

(2) Nieman, D. C. et al. (2011): Upper respiratory tract infection is reduced in physically fit and active adults. British Journal of Sports Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21041243/

(3) Jolliffe, D. A. et al. (2021): Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory infections. The Lancet Diabetes & Endocrinology. https://www.thelancet.com/journals/landia/article/PIIS2213-8587(21)00051-6/fulltext

(4) Cohen, S. et al. (2012): Chronic stress, glucocorticoid receptor resistance, inflammation, and disease risk. PNAS 109(16). https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1118355109

(5) Kunutsor, S. K. et al. (2017): Sauna bathing reduces the risk of respiratory diseases: a long-term prospective cohort study. European Journal of Epidemiology. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28905164/

(6) Dhama, K. et al. (2017): Medicinal and Beneficial Health Applications of Tinospora cordifolia (Guduchi): A Miraculous Herb Countering Various Diseases/Disorders and its Immunomodulatory Effects. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28260522/

(7) Tharakan, A. et al. (2021): Immunomodulatory Effect of Withania somnifera (Ashwagandha) Extract – A Randomized, Double-Blind, Placebo Controlled Trial with an Open Label Extension on Healthy Participants. Journal of Clinical Medicine 10(16). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8397213/

(8) Shukla, V. (2012): Evaluation of antioxidant profile and activity of amalaki (Emblica officinalis), spirulina and wheat grass. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23105810/

(9) Rogler, G. / ARS MEDICI (2014): Der Darm kann mehr als nur Nahrung verdauen. https://www.rosenfluh.ch/media/arsmedici/2014/04/Darm_und_Immunsystem.pdf

(10) Universitäts Spital Zürich (2025): Trockene Nasenschleimhaut: Das hilft. https://www.usz.ch/was-hilft-gegen-eine-trockene-nase-und-was-eher-nicht/

(11) München Klinik (2020): Starkes Immunsystem – stark gegen Grippe. https://www.muenchen-klinik.de/infektionen-immunsystem-immunkrankheit/grippe/infektionsschutz-immunsystem/

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